Saarland liegt mit 1180 kWh/(m²·Jahr) Solareinstrahlung in der oberen Liga der Süd-Bundesländer. Diese Seite zeigt dir die regionalen Förderhebel, realistische Ertragsdaten und drei durchgerechnete Anlagengrößen — alles auf Basis öffentlich verifizierbarer Quellen (PVGIS-Satellitendaten, BDEW, EEG 2026).
Solarstrahlung in Saarland
Die Solarstrahlung in Deutschland reicht von rund 1.020 kWh/(m²·Jahr) im Norden (Hamburg, Schleswig-Holstein) bis 1.230 kWh/(m²·Jahr) im Süden (Bayern, Baden-Württemberg). Saarland liegt mit 1180 kWh/(m²·Jahr) etwa bei 76 % der bundesweiten Spanne. Der praktische Effekt: eine südausgerichtete 5-kWp-Anlage mit 35° Neigung erzeugt hier rund 5.015 kWh/Jahr nutzbaren Solarstrom (Performance-Ratio 0,85, vor Verschattung).
Damit ist Saarland überdurchschnittlich gut für PV — Süd-Dächer amortisieren sich hier am schnellsten.
Drei Anlagengrößen — die Eckdaten
Tabelle: typische Größen für Saarland, Cashflow im ersten Jahr (Eigenverbrauch 35 %, Strompreis 35 ct/kWh, Einspeisung 7,78 ct/kWh).
- 5 kWp — kleine Anlage (Einfamilienhaus, 4 Personen): ca. 5.015 kWh/Jahr Ertrag, rund 868 € jährlicher Cashflow im 1. Jahr (Ersparnis + Einspeisung)
- 10 kWp — mittlere Anlage (EFH mit E-Auto + Wärmepumpe): ca. 10.030 kWh/Jahr Ertrag, rund 1.736 € jährlicher Cashflow im 1. Jahr (Ersparnis + Einspeisung)
- 15 kWp — Maximaldach (großes EFH mit hohem Verbrauch): ca. 15.045 kWh/Jahr Ertrag, rund 2.604 € jährlicher Cashflow im 1. Jahr (Ersparnis + Einspeisung)
Hinweis: Die Werte sind Bundesland-Mittelwerte. Für PLZ-genaue Zahlen nutze den voltaplan-Rechner — er zieht PVGIS-Daten direkt für deine Adresse, mit Dachausrichtung, Verschattung und Speicher-Option.
Förderprogramme — primärer Hebel
Saarland mit kleinster Landesförderung, fokussiert auf Bundesförderungen. Klimapakt Saar fördert PV+Wärmepumpe-Kombinationen mit bis zu 5.000 €.
Anlaufstelle: Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) — hier findest du die aktuell gültigen Konditionen, Antragsformulare und Fristen. Förderprogramme der Länder ändern sich häufig (oft halbjährlich), daher ist der Direktlink wichtiger als jede statische Tabelle.
KfW 270 — bundesweit, immer als Backbone
Unabhängig vom Bundesland gibt es die KfW 270 (Erneuerbare Energien — Standard): günstiger Kredit über deine Hausbank, ohne Höchstgrenze für Privatpersonen, Laufzeit bis 20 Jahre, oft mit Zinssätzen unter dem Marktstandard. Antrag läuft immer über die Hausbank, nicht direkt bei der KfW.
- 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp seit 2023 — gilt bundesweit, automatisch beim Kauf.
- Einspeisevergütung 2026: 7,78 ct/kWh (bis 10 kWp), halbjährliche Degression. Details in der Einspeisevergütungs-Tabelle.
- Solarspitzengesetz § 6 SolSpG: seit 25.02.2025 entfällt die EEG-Vergütung in Stunden mit negativen Strompreisen. Hintergrund: Solarspitzengesetz erklärt.
Reform 2027 — was das für Saarland ändert
Die geplante Reform 2027 würde die Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 abschaffen und durch verpflichtende Direktvermarktung ersetzen. Praktischer Effekt für Saarland: in Regionen mit hoher Solarstrahlung wirkt sich das weniger stark aus, weil der Eigenverbrauch (mit Speicher 50–70 %) den ROI dominiert. Wer 2026 noch baut, sichert sich die volle 20-Jahre-EEG-Vergütung.
Weitere Quellen
- Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) — PV-Förderung
- Förderdatenbank des Bundes (BAFA + Länder)
- KfW 270 — Erneuerbare Energien Standard
- voltaplan Methodik — wie wir rechnen
Stand 04/2026. Förderkonditionen ändern sich häufig. Vor Antragstellung die Konditionen direkt bei der Förderbank prüfen — Werte hier sind Orientierungspunkte, keine rechtsverbindliche Auskunft.
Förderung in angrenzenden Bundesländern
Wenn du an der Landesgrenze wohnst oder ein Vergleichsbundesland heranziehen willst — diese Nachbarn von Saarland kombinieren ähnliche Strahlungs- und Förderbedingungen:
- Rheinland-Pfalz — 1190 kWh/(m²·Jahr), Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
Vollständige Übersicht aller 16 Bundesländer: /foerderung.